06/30/2016 11:03

Schockierende Polizeigewalt zum Schutz von Neonazis

Category: Politik

Polizeigewalt in Schwerin

Der 1. Mai 2016 in Deutschland verlief, anders in den Vorjahren, relativ friedlich. Das galt allerdings nicht überall, wobei in vielen Fällen die Initiative zur Gewalt von den Polizeikräften ausging. Insbesondere, wenn es darum ging, Aufmärsche von Neonazis vor Gegenprotesten der Antifa-Szene zu schützen.

So geschehen etwa in Schwerin, wo rund 80 Teilnehmer einer antifaschistischen Gegendemo von Polizeikräften eingekesselt wurden, „nur um sie von den Neonazis zu trennen.“ Anschließend besprühte man die Wehrlosen mit Pfefferspray, traktierte sie mit Schlägen und Fußtritten. Beobachter berichteten, es sei zu regelrechten Exzessen gekommen. Nach den Polizeieinsätzen habe es „Blutlachen auf der Straße“ gegeben.

Es wurde von allen Seiten versucht, die Übergriffe, für die es keine Rechtsgrundlage gab, zu vertuschen. So wurde einem Demonstranten, der sich zur Notfallbehandlung in ein Krankenhaus begeben musste, von den dortigen Ärzten lediglich ein „Kreislaufkollaps“ attestiert.

Auch in Bochum wurden am Rande eines NPD-Aufmarschs Antifaschisten festgenommen. Klammheimliche Sympathien der deutschen Polizei für Neonazis sind nicht neu, und auf dem rechten Auge sieht man sowieso weniger gut. In Plauen gab es gewaltsame Angriffe von Rechtsextremisten auf Polizisten, die nicht in der Lage zu sein schienen, mit der Situation fertig zu werden. Als sich alles nach einiger Zeit wieder beruhigte, ließ man die Neonazis ungehindert in einem anderen Stadtteil weiter marschieren. Zu Festnahmen rechter Gewalttäter soll es nicht gekommen sein.

Quelle: Matrix3000 Band 94