11/28/2013 10:43

Die Uros

Category: Mystery
By: Walter-Jörg Langbein

Behausungen auf der künstlichen Insel der Uros im Titicacasee.

Volk mit schwarzem Blut.

Kommt man nach Tiahuanaco in den Hochanden Boliviens ... so findet man rasch zur großen archäologischen Stätte. Mich hat es immer wieder verwundert, dass ein eher schäbiger Maschendrahtzaun uraltes kulturelles Erbe „schützen“ soll ... Ein fröstelnder Museumsangestellter öffnete die nur mit einem rostigen Vorhängeschloss „gesicherte“ Tür. Aber die viele Tonnen schweren Artefakte aus uralten Zeiten sind schon durch ihr gewaltiges Gewicht vor Dieben sicher ...

Einer der großen Kenner des „Alten Peru“, Prof. Dr. Miloslav Stingl, stellte, fast ein wenig befremdet, fest: „Neben der Anbetung der Sonne sind in Altperu auch viele andere Himmelsgestirne angebetet worden.“ Diese Verehrung für den Kosmos, so formulierte Prof. Dr. Stingl leise kritisierend, „zeugt von jener fast krankhaften Inbrunst, mit der die alten Peruaner wie gebannt den Blick zum Himmel empor auf die Sterne gerichtet haben.“ Die Chimú, sie beherrschten einst das „alte Peru“ von Lima bis an die Grenze Perus, meinten zu wissen, warum die penible Beobachtung der Himmelswelten so besonders wichtig sei. Die Chimú, so Prof. Stingl, „glaubten, dass die Menschen von den Sternen auf die Erde gelangt seien, die Herren von anderen als die gewöhnlichen Leute.“ Dieser vermeintliche „Aberglaube“ hielt sich noch bis in die Zeit nach der Eroberung Südamerikas durch die raubgierigen Spanier. So mussten die katholischen Geistlichen auf ausdrückliche Anordnung des Erzbischofs von Lima „in ihren Pfarrsprengeln die Überzeugung bekämpfen, dass die Vorfahren der Menschen von den Sternen aus dem Weltall gekommen wären“.  

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Quelle: Matrix3000 Mystery-Welten 2013

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