06/30/2016 11:29

Die Erde wird instabil

Category: Wissen

Bilder: NASA

Seit vielen Jahren ringen Politiker und Wirtschaftsvertreter um geeignete Maßnahmen für den Klimaschutz, ohne sich im Grunde je auf etwas wirklich Substanzielles einigen zu können. Der Profit ist und bleibt wichtiger als die Erhaltung unseres bewohnbaren Planeten Erde. Inzwischen ist es wissenschaftlich erwiesen: Unserer Erde stehen Veränderungen bevor, weitaus bedrohlicher, als es die Erderwärmung jemals war.

 

  • Die Erdachse taumelt

Die weltweite Klimaerwärmung bringt die Erdachse ins Taumeln. Dies folgt aus einer neuen Studie der NASA.

Um gleich zahlreichen Verwechslungen vorzubeugen - es geht hier nicht um die magnetische Achse oder den vielzitierten „Polsprung“, sondern um die mechanische Rotationsachse der Erde.

Was hat das alles mit dem Klimawandel zu tun? Es geht um das Abschmelzen der Polkappen und des grönländischen Inlandeises. Allein Grönland verliert pro Jahr mehr als 300 Billionen Kilogramm Eis. Dieser gigantische Verlust an fester Materie des Erdkörpers bleibt auf Dauer nicht ohne Einfluss auf seine Rotationseigenschaften. Es ist wie bei einem Eiskunstläufer, der Pirouetten dreht. Zieht er ein Bein an oder streckt die Arme aus, so verändert sich sein Trägheitsmoment, und da der Drehimpuls insgesamt erhalten bleibt, ändert sich dadurch seine Drehgeschwindigkeit, eventuell auch die Drehrichtung.

Das Kippen der Erdachse ist messbar. Hatte sich der Nordpol im 20. Jahrhundert nur geringfügig in Richtung Kanada verlagert, so verschiebt er sich seit dem Jahre 2000 zunehmend in Richtung England. Da die Neigung der Erdachse verantwortlich für das Entstehen unserer Klimazonen ist, wird diese Entwicklung unser Weltklima mehr durcheinanderschütteln als es der CO2-Anstieg in der Atmosphäre jemals tun könnte.

  • Stehen uns Super- Erdbeben bevor?

Vulkanologen schlagen Alarm. Vom 13. bis 17. April 2016 kam es innerhalb von nur fünf Tagen zu insgesamt fünf großen Erdbeben weltweit, in ganz unterschiedlichen Regionen:[1]

- In der Grenzregion Indien- Myanmar, Stärke 6,9

- Auf der Pazifikinsel Vanuatu, Stärke 6,4

- An der Küste von Chiapas, Mexiko, Stärke 6,1

- In Kyushu, Japan, Stärke 7

- Vor der Küste von Ecuador, Stärke 7,8

Der Trend deutete sich schon seit Anfang 2016 an. Die weiträumige Verteilung zeigt, dass es sich nicht um ein lokales Phänomen entlang der Bruchlinie zweier Kontinentalplatten handelt, sondern dass die Erdkruste als Ganzes instabil geworden ist.

Der Seismologe Roger Bilham von der Universität Colorado glaubt, dass sich auf diese Weise mindestens vier Super-Erdbeben der Stufe 8 und höher ankündigen. Und je länger es dauert, desto mehr können sich die Schwingungen der Erdkruste hochschaukeln und immer stärkere Beben verursachen. Ein Beben der Stärke 8 in einer bewohnten Region hätte historische Ausmaße.

  • Jahreszeiten verschwinden

Gefühlt ist es für die meisten von uns schon seit Langem so: Frühling und Herbst scheinen als Jahreszeiten mehr und mehr zu verschwinden. Nach späten Kälteeinbrüchen im März und April folgt fast übergangslos Sommerwetter, und im Herbst ist es umgekehrt. Klimatologen sind jetzt überzeugt, dass es in der Zukunft auf der Erde tatsächlich nur noch zwei Jahreszeiten - Winter und Sommer - geben wird.

Schuld ist ausnahmsweise mal nicht der Klimawandel, sondern es hat astronomische Gründe. Die Erdachse vollführt eine sogenannte Präzessionsbewegung, ähnlich einem Kreisel, was sich auch in der Verschiebung der Sternbilder im Laufe der Jahrtausende äußert. Vor 3000 Jahren gab nicht der Polarstern die Nordrichtung an, sondern Alpha Draconis. In 11.000 Jahren wird es die Wega in der Leier sein. Unsere Jahreszeiten entstehen durch die Neigung der Erdachse gegen die Ekliptik, derzeit 23,5 Grad. Je aufrechter die Erdachse steht, desto weniger Jahreszeiten erleben wir.

Die Präzession wird aber in der Zukunft auch zu einem Aufrichten der Erdachse führen.

  • Mini-Eiszeit ab 2030?

Der ehemalige Raumfahrtingenieur John Carey fand es schon vor Jahren durch historische Untersuchungen heraus: Die Klimaerwärmung wird anhalten, und ab etwa 2030 werden wir eine kurzzeitige Mini-Eiszeit erleben. Da Carey kein Klimaforscher ist, waren seine Aussagen zunächst umstritten.[1] Jetzt schlagen auch Astrophysiker Alarm. Zwischen 2030 und 2040 sollen zwei normalerweise gegenläufige Sonnenzyklen gleichzeitig auftreten und sich dadurch kompensieren - ein sogenanntes Maunder-Minimum. Im 17. Jahrhundert führte ein ähnlicher Effekt zu einer historisch nachgewiesenen „kleinen Eiszeit“.

Quelle: Matrix3000 Band 94

[1] Erdbebendaten: PremiumInfoCenter, © Fosar/Bludorf, basierend auf Daten des IRIS-Netzwerks

[2] Mehr dazu in Fosar/Bludorf: Welt am Limit, Peiting 2011.