10/26/2016 10:12

Cameron und Sarkozy trifft Hauptschuld am Libyen-Chaos!

Category: Politik

Libysche Flüchtlinge an der tunesischen Grenze

Ein Ausschussbericht des britischen Unterhauses hat jetzt nachgewiesen, dass das derzeit in Libyen herrschende Chaos zur Hauptsache durch David Cameron und Nicolas Sarkozy verursacht wurde. Damit tragen sie auch eine entscheidende Mitschuld an der Flüchtlingskrise. Die damalige Politik der beiden Staats- bzw. Regierungschefs inklusive des militärischen Eingreifens sei - so der Bericht - eine Aneinanderreihung von Fehleinschätzungen gewesen.

Ursprünglich wollte man - so die offiziellen Verlautbarungen - durch den Militäreinsatz nur Zivilisten in der Stadt Bengasi vor dem Bürgerkrieg schützen. Eine solche Bedrohung der Zivilisten durch den damaligen Staatschef Gaddafi sei - so der Bericht - maßlos übertrieben worden. Nach dem Rückzug der libyschen Armee aus Bengasi blieben britische und französische Truppen im Land und setzten nun auf den Regimewechsel, ohne auch nur eine Vorstellung davon zu haben, was nach Gaddafi kommen sollte. Insbesondere die Bedrohung durch islamistische Extremisten wurde vollkommen außer acht gelassen. So wurde aus einer ursprünglich humanitären Aktion plötzlich ein Angriffskrieg.

Das nach dem Sturz Gaddafis ausbrechende Chaos im Lande tat man als „Folge jahrzehntelanger Misswirtschaft des alten Regimes“ ab und setzte ein praktisch machtloses Marionettenregime ein. Nach mittlerweile fünf Jahren hat sich an den instabilen und unhaltbaren Zuständen in Libyen nichts geändert. Auch nicht an der Denkweise europäischer Politiker.

Schon wird in der EU über die nächste militärische Invasion schwadroniert - diesmal zum Schutz der Ölressourcen und unter italienischer Führung.

Quelle: Matrix3000 Band 96

Matrix3000 Band 96 als E-Paper-Download