01/20/2017 13:03

Präsidenten-Tausch

Category: Politik
By: Franz Bludorf

Bei den "Simpsons" wusste man schon seit Jahren, dass Trump Präsident wird und welche Folgen es haben sollte.

Ein Kommentar von Franz Bludorf

9/11 – der 11. September – war das schlimmste Datum in der US-Geschichte. Sagt Snoopdog Raper, ein amerikanischer Blogger. Das zweitschlimmste, fährt er fort, war 11/9 – der 9. November 2016 – an dem Donald Trumps Wahlsieg feststand. 

Hoffen wir, dass er nicht untertrieben hat. Es könnte sich herausstellen, dass am 9. November 2016 mehr eingestürzt ist als einige Wolkenkratzer in Manhattan – das Fundament der über 200 Jahre stabilen amerikanischen Demokratie. Auf die Dauer könnte das mehr Menschenleben kosten als der 11. September.

Seit dem Wahltag sind wir mit einem zunehmend weichgespülten Donald Trump konfrontiert. Ein populistisches Wahlversprechen nach dem anderen verschwindet still und leise in der Versenkung. Einreiseverbot für Muslime – war da mal was? Obamacare? Soll bleiben, nur verbessert werden. Latinos deportieren? Natürlich nicht alle.

Die zahllosen weißen Wutbürger, die Trump im Wahlkampf fanatisiert hat, dürften sich damit nicht zufriedengeben. Im Gegenteil – sie sind seit 11/9 in einem Siegesrausch. „Jetzt sind wir dran und können das tun, was wir schon immer wollten.“ Landesweite Hakenkreuzschmierereien an Schaufensterscheiben, brennende Regenbogenfahnen, Gewalt gegen Schwarze, Mexikaner, Schwule. Der Ku-Klux-Klan plant Massenaufmärsche. Nicht-Weiße trauen sich in manchen Regionen nicht mehr auf die Straße. Harry Reid, demokratisches Senats-Urgestein, konstatiert, in 50 Jahren Politikerkarriere nicht so viel Angst in den USA gesehen zu haben.

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