12/21/2017 07:30

Kalender-Chaos

Category: Wurzeln
By: Wolfgang Vogel

Babylonischer Kalender

Wie Ramses II. verjüngt wurde

Eigentlich ist sie, die Zeit, allgegenwärtig, bei jeder Datumsangabe, bei Diskussionen über die Erdgeschichte, über Fragen zur Chronologie. An ihr und dem Kalender hängt unser gesamtes Geschichtsbild, und es wird teilweise sehr konträr darüber diskutiert. Auf dem Zeitstrahl ist in völlig chaotischer Art und Weise nicht nur unser christlich geprägter Kalender irgendwie festgemacht, aber kein Wissenschaftler ist sich wirklich sicher, was wir heute für ein „richtiges“ Datum haben. Das gilt auch für alle anderen Kalender und Kalenderrechnungen. Ansonsten herrscht aber Konsens, was wohl heißen soll: wir diskutieren nicht darüber. Punktum!

Wenn wir aber darüber diskutieren, dürfen wir nicht vergessen, dass die Zeit an sich nicht definierbar ist, sie ist kein Objekt! Das gleiche gilt für den „Raum“, das „Universum“ oder das „Weltall“. Es gibt auch keine „Raum-Zeit“, die unser  großer Gelehrter Albert Einstein vor 100 Jahren erfunden hat. Das sollten wir uns immer vor Augen  führen. Es handelt sich bei solchen Konstruktionen stets nur um Erklärungkrücken, die sich einer mathematischen Definition entziehen.

Unser derzeit gültiger Kalender hat eigentlich kein Jahr „Null“, er ist nirgends auf dem Zeitstrahl zu verorten, d. h. festzulegen wo es beginnt – obwohl wir täglich eine Zeitzählung brauchen und sie auch nutzen.

Es gibt viele Versuche, die in der Vergangenheit ehemals „gültigen“ Kalender irgendwie in eine Ordnung, und die Chronologie in ein fassbares System zu bringen. Ich glaube, jeder Versuch in dieser Richtung, auch nur ein wenig Klarheit zu schaffen, ist zurzeit vergeblich.

Leseprobe

Vollständiger Artikel in Matrix3000 Band 103

Matrix3000 Band 103 als E-Paper downloaden