02/22/2018 11:09

Hochsensibilität

Category: Bewusstsein
By: Bärbel Mechler / Carina Beeke

„Wer Schmetterlinge lachen hört, weiß auch, wie Wolken schmecken“

Auch in der modernen Wissenschaft kann das Phänomen „Hochsensibilität“ nicht leicht definiert werden, doch geht man davon aus, dass hochsensible Persönlichkeiten über drei wesentliche Eigenschaften verfügen, die sie von ihren Mitmenschen unterscheiden:

·         Bestimmte Gehirnareale verarbeiten Sinneseindrücke deutlich aktiver. Ihre Wahrnehmungsfähigkeit oder -begabung scheint in einem Maße gesteigert zu sein, so dass sie selbst Nuancen deutlicher empfinden.

·         Die Wahrnehmungsfilter sind schwächer ausgeprägt, was dazu führt, dass sie mehr Eindrücke aufnehmen und diese intensiver verarbeiten.

·         Das Nervensystem ist empfindlicher, feiner und hoch reagibel ausgestattet.

Menschen mit Hochsensibilität haben mit dieser „Sonderausstattung“ eine Art eingebauten Verstärker, der eine hohe sensorische und emotionale Wahrnehmungsfähigkeit ermöglicht. Dieser Komposition verdanken sie ihr reiches und intensives Innenleben mit allen besonderen Fähigkeiten der Rezeption.

Doch die Medaille hat auch eine Kehrseite, denn die durch die Reizoffenheit entstehende stärkere Erregbarkeit führt damit leicht zu einer Überstimulation. So reagieren Betroffene auf starke Impulse sehr fein, was oft in eine Überforderung führen kann, da die Stimuli im Außen fast ohne Filter wie durch eine zu dünne Haut in sie hineinströmen: Laute Geräusche, starke Gerüche, grelles Licht usw. werden ihnen oft zu viel, und sie benötigen Rückzug, um sich selbst wieder fühlen zu können.

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